Wer ist Grundler?
Mike Gründler
Velo Enthusiast
Ich bin Ingenieur mit einer Leidenschaft für Mobilität, Effizienz und gutes Design. In meiner beruflichen Laufbahn habe ich mich intensiv mit Prozessen beschäftigt – von der Optimierung von Lieferketten bei KLM Royal Dutch Airlines über datengetriebene Analysen bei Cognizant bis hin zur Leitung von städtischen Mobilitätsprjekten bei Lime in der Schweiz.
Was all diese Stationen verbindet, ist mein Interesse daran, wie sich Systeme verbessern lassen – technisch, organisatorisch und menschlich. Ich arbeite gerne dort, wo Daten, Technologie und Alltagsleben aufeinandertreffen.
Grundler Bikes ist aus dieser Schnittstelle entstanden. Es ist mein persönliches Projekt, in dem ich meine Begeisterung für urbane Bewegung, nachhaltige Technik und gutes Handwerk zusammenbringe. Hier geht es nicht um Wachstum oder Gewinn, sondern um einen Beweis: dass man Dinge auch anders bauen kann – einfacher, ehrlicher und langlebiger.
Ich glaube, dass das Velo das beste Verkehrsmittel ist, das wir haben. Es ist schnell genug, um überall hinzukommen, und gleichzeitig langsam genug, um die Stadt wirklich zu erleben. Es ist leise, einfach und gesund.
Vor ein paar Jahren wollte ich mein altes E-Bike reparieren. Doch ich musste feststellen, dass kaum eine Werkstatt bereit oder in der Lage war, mir zu helfen. Ersatzteile waren hinter proprietären Systemen versteckt, Anleitungen unauffindbar, und jedes Modell schien ein eigenes Rätsel zu sein. Also begann ich, selbst zu lernen – wie man ein E-Bike zerlegt, versteht und wieder zusammensetzt. Dabei wurde mir klar: E-Bikes sind nicht kompliziert. Sie werden nur kompliziert gemacht.
Aus dieser Erkenntnis entstand der Wunsch, zu beweisen, dass es auch anders geht. Dass man ein hochwertiges, reparierbares und bezahlbares E-Bike bauen kann – nicht als theoretische Idee, sondern als praktisches Beispiel. So entstand das Grundler ONE: fünfzig Velos, gebaut als Beweis, dass Qualität, einfache Reparierbarkeit und faire Preise sich nicht ausschließen müssen.
Warum ich diese Velos gebaut habe
Was mir wichtig ist
Diese fünfzig Velos sind kein Geschäftsmodell, sondern ein persönliches Projekt. Ich verkaufe sie zum Selbstkostenpreis, ohne Gewinnabsicht. Produziert werden sie in Zusammenarbeit mit einem Partnerbetrieb in Portugal – unter realen Bedingungen und mit fair bezahlter Arbeit. Die Qualitätskontrolle, Endmontage und Testfahrten mache ich selbst hier in Zürich.
Ich möchte, dass diese Velos lange leben. Dass sie repariert, nicht ersetzt werden. Und dass sie ihren Fahrerinnen und Fahrern Tag für Tag Freude bringen – bergauf wie bergab. Die Grundidee ist einfach: ein Velo, das man versteht. Ein Velo, das bleibt.
Warum E-Bikes wichtig sind
Ich habe drei Jahre in Amsterdam gelebt und dort gesehen, wie sich eine Stadt verändert, wenn das Velo ihr Herz ist. Die Ruhe, die Freiheit, die Selbstverständlichkeit, mit der Menschen sich bewegen – das hat mich geprägt.
Zürich hat Hügel, ja. Aber das darf kein Grund sein, im Auto zu sitzen. Ein gutes E-Bike nimmt die Anstrengung, nicht die Freude. Es öffnet das Velofahren für alle, auch dort, wo es sonst zu mühsam wäre. Ich bin überzeugt, dass mehr Menschen Velo fahren würden, wenn ihre Velos verlässlich, reparierbar und bezahlbar wären.
Velofahren verändert nicht nur, wie wir uns fortbewegen, sondern auch, wie wir leben. Es macht Städte leiser, gesünder und menschlicher.
Alles, was ich mache, folgt vier Prinzipien:
Wir schätzen Effizienz, Praxistauglichkeit und Fachwissen – und achten stets darauf, was Fahrer*innen und Fahrradläden echten Mehrwert bietet.
Sei pragmatisch
Wir halten unsere Designs schlicht und fügen unseren Produkten keine unnötigen Komponenten oder Funktionen hinzu.
Einfacher ist besser
Recht zu reparieren
Unsere Kundinnen und Kunden haben das Recht, ihre E-Bikes einfach und unabhängig von Grundler Bikes zu warten und zu reparieren.
Wir legen mehr Wert darauf, Produkte zu schaffen, die die Zeit überdauern, statt in Masse zu produzieren. Jedes Bike ist ein Beweis für unser Engagement für höchste Qualität.
Qualität > Quantität
Was als Nächstes kommt
Wenn das letzte der fünfzig Velos verkauft ist, möchte ich den verbleibenden Gewinn wieder einsetzen – für Projekte, die Städte lebenswerter machen. Vielleicht ist es ein neuer Gedanke, vielleicht ein neues Produkt. Aber die Idee bleibt dieselbe: gute, ehrliche Lösungen schaffen, die das Leben in Städten besser machen.
Das Grundler ONE ist für mich kein Ende. Es ist ein Anfang.